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Mittwoch, 29. Juli 2015

Die erste Kraut- und Braunfäule

Hallo ihr Lieben,

den Gärtnern kann man es ja wettertechnisch nicht recht machen. Nach der wochenlangen hitzigen Dürre kürzlich wünschten wir uns jedes Tröpfchen Wasser vom Himmel für die staubtrockenen Beete und die gähnend leeren Regentonnen sehnlichst herbei. Seit ein paar Tagen regnet es hingegen fast schon wieder zu viel und die Temperaturen sind relativ rasant in den Keller gefallen. Für mich erst mal eine Wohltat, aber für den Gemüsegarten war es schon fast wieder zu feucht.


Wir wissen alle, es gibt Schlimmeres als die Unzufriedenheit über das Wetter. Trotzdem lebt der Gärtner (nicht nur er allein, aber eben auch er im Besonderen) besonders eng mit dem Wetter zusammen. Von der Hitze verdörrte Sämlinge gehen ihm genau so ans Herz wie vom Sturm abgeschlagene Pflanzen oder die Invasion von Pilzerkrankungen nach anhaltend feuchter Witterung, und so manchesmal ist man froh, dass man von seinem selbst gezogenen Gemüse nicht abhängig ist, denn Verluste stehen mindestens genau so oft an der Tagesordnung wie die entsprechenden Erfolge.



 

Heute habe ich auf meiner Überraschungskartoffel (aus einer vergessenen Kartoffel vom letzten Jahr ausgetrieben) bereits die ersten Anzeichen von Kraut- und Braunfäule festgestellt. Der dafür verantwortliche Pilz (Phytophthora infestans) befällt gleichsam Kartoffeln als auch Tomaten, und mein Freilandtomaten- Experiment (aktuelle Bilder siehe hier) ist noch am Laufen. Daher gab es heute "vorsichtshalber" (wenn es für eine Verhinderung der Übertragung eh nicht schon zu spät war) eine vorzeitige, winzige Ernte und die befallene Pflanze musste in den Müll.


Auch der Kürbis fühlt sich nicht mehr ganz wohl, die ersten Fäulnisprobleme werden sichtbar.
Trotzdem ist es immer wieder faszinierend, etwas Essbares zu ernten.

Macht´s schön und passt auf euch auf,

liebe Grüße

eure Bianca 

Kommentare:

  1. Ja, mir macht das Wetter auch gerade große Sorgen. Bei uns regnet es fast gar nicht. Es ist grau, kühl und windig. Der heftige Wind tut den trockenen Pflanzen natürlich auch nicht so gut. Ich wundere mich schon fast, dass es überhaupt etwas zu ernten gibt. Meine Tomaten stehen alle unter Dach, da ist es besser mit der Braunfäule.
    Nun, nehmen wir es halt wie es kommt und machen das Beste daraus.
    Grüße von Marie

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    1. Liebe Marie,
      ich wunder mich auch, so viele Gießkannen geschleppt, hoffe wir haben noch etwas Glück dieses Saison.
      Liebe Grüße
      Bianca

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