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Montag, 8. Februar 2016

Endlich, sie hängt: Pflanzenleuchte

Das war eine schwere Geburt.

Schon vorletzten Herbst fing es an mit dem Plan, dem aktuellen "Trend" unter den Chilianbauern zu folgen und eine Pflanzenleuchte aus Highpower- LED- Stripes zusammen zu basteln. Vorbei die Tageslichtlampen- Improvisationen, die eh nicht so viel Erfolg gebracht hatten. Warum der Aufwand? Erstaunliche Erfolge, Gemüsepflanzen, die in unglaublicher Geschwindigkeit wachsen ("Überzüchtung" oder freuen sich die Pflanzen einfach nur über das richtige Lichtangebot? Denn quälen will die Pflänzchen nicht), der Spaß an der Sache.

Das Problem nur: Wenn man sowas noch nie selbst zusammen gelötet hat, steht man als nicht so technikaffiner Mensch erst mal da wie der Ochse vor´m Berg. Welches Aluprofil muss ich für diesen oder jenen Stripe kaufen (und überhaupt, welchen Stripe)? Welchen Kleber? Wo genau soll ich die Lötpunkte setzen? Wie funktioniert das mit dem Anschluss an eine Stromquelle? Es soll nicht schwer sein, aber man muss eben wissen, was genau man da tun soll. Genauere Angaben zu den verwendeten Stripes waren nicht einfach zu finden, zum einen gab es wenig konkrete Angaben, zum anderen wurden verschiedene LEDs verwendet, manches auch kontrovers diskutiert..

Dem Liebsten war die Sache auch nicht so geheuer. Nachher fackle die ganze Eigenkonstruktion noch ab, gab er zu Bedenken, und ich gab die Sache vorläufig auf. Suchte mir im Netz an allen möglichen Stellen Daten zusammen, wie das Licht beschaffen sein sollte (Lichtfarbe 865 für die Anzucht, Farbtemperatur 6500 K (Kelvin), Lichtstärke/Einstrahlungsintensität ab 3000 lm (Lumen), eher mehr) und klapperte nach und nach die Baumärkte ab. Nun waren dies aber noch die Werte, die noch für die alten Leuchtstoffröhren (LSR) galten und nicht für die neueren LEDs...

Die leistungsfähigste Röhre, die ich mit Lichtfarbe 865 fand, bot knapp 1800 Lumen und verbrauchte 56 Watt... Nun hat sich eine Beleuchtungsdauer von 12-14 Stunden unter den Hobbygärtnern bewährt (16- 18 Stunden bringen anscheinend keine besseren Erfolge mehr als die 12-14 Stunden) und der Liebste rechnete mir aus, was das mit einer 56 Watt- Lampe an Strom kosten würde und das war recht happig im Vergleich zu den stromsparenderen Varianten.

Die Suche ging weiter. Ich schaute mich wieder bei den Highpower- LED- Nutzern um und notierte, dass hier 4000 K (Kelvin) und 1800 lm (Lumen) bereits genügten.

Eine Woche später fanden wir beim Discounter eine LED- Röhre (für Pflanzenanzucht und Aquarien), die diese Werte erfüllte und nur 18 Watt verbrauchte. Gekauft.


Offenbar keine Highpower-LEDs und damit nicht die optimalste Lösung, aber ich bin vorerst zufrieden damit.


Die Fassung hatte der Liebste noch übrig. Die Lampe wurde mit zwei Haken und Ketten (aus dem Baumarkt) an die Decke gehängt. So kann sie je nach Größe der Pflanzen höher oder tiefer gehängt werden. Die ersten "Tester" sind die bereits etwas in die Länge gewachsenen Zwergtomaten von hier.


Dann kann´s ja langsam losgehen, zumindest mit Chili, Paprika und Andenbeere.

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Liebe Grüße

eure Bianca

Kommentare:

  1. Wow da schwirrt mir der Kopf , so viele technische Daten .
    Da hast du dir soviel Mühe gegeben , das Richtige und optimale für die Pflänzchen zu finden . Also wenn das nichts bringt .
    Ich müsste überhaupt mal anfangen auszusäen .
    Gestern war es so schön , da hab ich mich durch den Garten geharkt , da ist noch
    einiges vom Herbst liegen geblieben .
    Viel Glück und liebe Grüsse

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  2. Liebe Bianca,
    gerade habe ich nach Pflanzenleuchte gegoogelt und da springt mir ganz oben in der Liste dein Beitrag entgegen...ist sehr interessant. Ich hätte beim Selberbasteln wohl auch Angst, dass die Bude abfackelt. So hast du eine tolle Lösung gefunden. Ich bin auch gerade auf der Suche...für meine Chili-Anzucht, die letzen Jahr auch etwas zu langstielig ausgefallen ist. Trotzdem...der Cayenne war ein Erfolg.
    LG Sigrun

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  3. Guten Morgen Bianca,
    Deine Pflanzen sind schon richtig groß geworden. Ich wünsche Dir bei all dem Aufwand eine super Ernte. Bei mir wird es dieses Jahr keine Paprika und Chilis geben. Tomaten vielleicht.
    Liebe Grüße von Ingrid

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