Montag, 16. Oktober 2017

Yeats Sternentücher, Eye - Poetry # 09

Andrea von Holunder hat dieses Jahr eine wunderschöne Aktion ins Leben gerufen, Eye Poetry ("Lyrik für's Auge")- jeden Monat stellt sie einen (wunderschönen) lyrischen Text vor, den man dann frei interpretieren kann, dieses Mal "Er wünscht sich die Kleider des Himmels" von W.B.Yeats:

Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher,
bestickt aus Golden- und aus Silberlicht,
die dunklen, die blauen und die hellen Tücher,
aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung,
legt ich die Tücher dir zu Füßen.
Doch ich bin arm und habe nichts als Träume,
so leg ich meine Träume dir zu Füßen.
Tritt leise, denn du trittst auf meine Träume.


Aus den "Himmelstüchern" habe ich erst mal "Sternentücher" interpretiert, da sie mit Gold- und Silberlicht bestickt sind, da hatte ich ein Funkeln vor meinem inneren Auge.

Schließlich habe ich mich hingesetzt und gemalt (der Interpretationsweg ist frei gestellt), das kam dann dabei heraus:


Das Bild zeigt einen Nachthimmel mit Sternen und einen halb verdeckten Mond sowie die Himmelstücher (die quasi an den Sternen aufgehängt sind), die die Farben des Himmels tragen, verschiedene Blautöne, Gold und Silber für Mond und Sterne, und Violett, Rosa, Rot, Orange und Gelb für die Dämmerung.

Unter den Himmelstüchern hatte ich erst einen unerfüllten Traum dargestellt, das Ergebnis hat mich dann ziemlich mit (alten) unangenehmen Gefühlen konfrontiert und irgendwie "verstört".

Daraufhin habe ich den untersten Teil abgeschnitten und mir was Anderes überlegt.
Schließlich habe ich aus Tonpapier eine Wiese und ein Pärchen ausgeschnitten. Sie hält eine leuchtende gelbe Kugel in den Händen, die einen wichtigen Traum symbolisieren soll und den sie ihrem Liebsten zeigt. Was aus dieser Szene werden wird, lässt das Bild im Unklaren.

Verwendet habe ich Skizzenpapier, Buntstifte, Kleber und Tonpapier.
Die feineren Silhouetten habe ich mit einer Nagelschere ausgeschnitten.



Viele liebe Grüße (und herzlichen Dank für eure Kommentare zur "Kastanienliebe"!)

Bianca

Samstag, 14. Oktober 2017

Kastanienliebe

Ein stiller Samstag, das leise Rauschen des Blätterdachs im Wind, Sonne, die sich durch die Zweige bricht. Wären die Bäume nicht schon so golden, könnte man meinen, wir hätten einen späten Sommer.


Irgendwo röhrt ein Laubbläser, aber er ist zu weit weg, um die Stille zu durchschneiden.
 Die Blätter rascheln und knistern beim Laufen.


Meine Lieblingskastanie steht verwaist da. In letzter Zeit waren hier öfter
Kinder unterwegs, aber die meisten Kastanien sind nun schon
aufgesammelt worden.


Ich suche auch noch ein Weilchen vor mich hin und finde noch ein paar wenige.
Daraus mache ich ein kleines Mandala.

Ich lasse es auf dem Stein zurück, aber es ist vergänglich.
Eine sanfte Brise weht das erste Blatt davon.


Ich lasse meine Gedanken noch ein wenig abschweifen, in den blauen Himmel
und in das goldene Dach über mir, eine willkommene Abwechslung zur vergangenen Woche.


Habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße,
Bianca

- verlinkt mit Gishlanas wunderschöner Aktion "mein Freund, der Baum"-

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Stadtblümchen

Ich mag sie, diese unperfekten kleinen Ecken, in die noch ein paar Blümchen gepasst haben...



Die perfekteren Ecken natürlich auch




Diesen Garten fand ich sehr "erfrischend", wie ein Bauerngarten mitten in der Stadt.
(Leider mit fast verblühten Sonnenblumen, aber die ursprüngliche Pracht war noch gut zu erahnen)




Eine Kirche ganz im Herbstkleid


Hobbymäßig geht gerade nicht viel, aber ein paar Herbstbilder wollte ich noch mitnehmen.

Liebe Grüße und einen guten Start morgen,

Bianca

Sonntag, 8. Oktober 2017

Garten Mandala (Oktober)

Ich hätte es gerne im Garten fotografiert, aber das Wetter war zu stürmisch,
daher musste der Schuppen herhalten.


Von außen nach innen:
Hartriegelblätter
Mauretanische Malve
Borretsch
Chrysanthemen
Polster-Glockenblume
Sonnenhut

Die Idee, aus Naturmaterialien Mandalas zu legen, habe ich mittlerweile öfters im Netz gesehen, kennen gelernt habe ich sie aber durch Gishlana.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße

Bianca

Samstag, 7. Oktober 2017

Oktoberfarben am Samstag- mein Freund, der Baum (54)

Ein kühler Wind pfiff heute um's Haus, aber die Sonne schien so verlockend durch die Fenster.


Wer weiß, wie lange die Bäume noch so herbstlich bunt sind.
Es war eine gute Gelegenheit, um die Kamera einzupacken.

Hinter dem Supermarkt ging es los. Hier lockten errötete Ahornbäume.





In unserer Kindheit waren Ahornblätter die Lieblingsblätter, wenn es um's
Sammeln und Pressen ging. Der wilde Wein an der Fassade unserer Nachbarin war
auch sehr schön, aber die Blätter wölbten sich sehr stark und waren schwerer
in die dicken Bücher zu bekommen.

Jedes Blatt sieht anders aus, so als habe sich jemand die Mühe gemacht,
sich für jedes Einzelne eine andere Farbmischung auszudenken.




Es ging weiter in den städtischen Park.
Die hängenden Weiden und die weißen Birken konnte ich noch identifizieren.
Am Wasser wächst auch eine schöne große Linde.






Die nächste Station war die Baumallee, die an der Schule vorbei führt.
Das Gold leuchtete mir schon von Weitem entgegen.




Vielleicht eine Sumpf-Eiche?
Hier habe ich noch ein wenig geschmökert (Baumbestimmung)

Nach der Allee ging es wieder am Wasser vorbei.
Auch hier lockte noch fröhliches Herbstgold.



In Nachbars Garten wuchsen wunderschöne Astern


Die riesigen Büsche wurden mit Schnüren am Umfallen gehindert.
Schmetterlinge und Bienen schwirrten geschäftig um die Blüten
und die Farben leuchteten kräftig in der Sonne




Die letzte Station war der kleine Park mit der großen Kastanie,
deren Krone ich noch vom Fenster aus sehen kann.
Über's ganze Jahr kann ich ihr zuschauen, was sie gerade so macht.
Wie sie im Frühjahr wieder grün wird und ihre weißen Blüten öffnet.
Wie ihre grüne Krone im Sommerwind rauscht.
Wie sie sich im Herbst gelb und rostbraun verfärbt,
wie sie im Winter die blanken, aber immer noch majestätischen Äste in den Himmel reckt.


Ich mag sie wirklich sehr gerne


Momentan wirft sie Unmengen an Laub ab,
und natürlich Kastanien, die die Kinder fleißig aufsammeln.
Heute steckte ich mir auch welche in die Jackentasche
und streichelte mit den Fingern über die glatte Oberfläche.


- verlinkt mit Gishlanas wunderschöner Aktion